L-2-HGA (L-2-hydroxyglutaric aciduria)
Gentest zum Nachweis der L-2-HGA (L-2-hydroxyglutaric aciduria)
L-2-HGA - Die Erkrankung
L-2-HGA (L-2-hydroxyglutaric aciduria) beim Staffordshire Bull Terrier
ist eineneurometabolische Erkrankung, die durch erhöhte Spiegel
anL-2-hydroxyglutarsäure im Urin, Plasma und in der
Zerebrospinalflüssigkeitcharakterisiert ist.
L-2-HGA verursacht schwere Störungen im Bereich des zentralen
Nervensystems. Ersteklinische Anzeichen treten gewöhnlich im Alter von
6 Monaten bis zu 1 Jahr(teilweise auch erst zu einem späteren
Zeitpunkt) auf. L-2-LGA ruft eine Vielzahlvon neurologischen Defiziten
wie psychomotorische Retardierung, Anfälle und Ataxiehervor. Symptome
sind ein wackeliger Gang", Muskelsteifigkeit nach Belastung
oderAufregung und Verhaltensänderungen.
L-2-HGA - Die Mutation und der Erbgang
Die dem Defekt zugrundeliegende Mutation kann mittels eines DNA-Test
nachgewiesen werden.Die L-2-HGA wird autosomal-rezessiv vererbt. Das
bedeutet, daß ein Hund nurerkrankt, wenn er je ein betroffenes Gen von
Vater und Mutter erhalten hat. Esmüssen also sowohl Vater- als auch
Muttertier das mutierte Gen tragen.
Träger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen Gen, können zwar selbst
nichterkranken, geben aber die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit
von 50% an ihreNachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern
besteht die Gefahr, daßdie Nachkommen von der Erkrankung betroffen
sind. Deshalb sollte niemals ein Trägermit einem anderen Träger
verpaart werden. Die L-2-HGA folgt einem autosomalrezessiven
Erbgang.
Es gibt drei Genotypen:
1. Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieser Hund trägt die Mutation nicht
und hat ein
extrem geringes Risiko an L-2-HGA zu erkranken. Er kann die Mutation
nicht an seine
Nachkommen weitergeben.
2. Genotyp N/L-2-HGA (heterozygoter Träger): Dieser Hund trägt eine
Kopie des
mutierten Gens. Er hat ein extrem geringes Risiko an L-2-HGA zu
erkranken, kann die
Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an seine
Nachkommen weitergeben. Ein
solcher Hund sollte nur mit einem L-2-HGA mutationsfreien Hund
verpaart werden.
3. Genotyp L-2-HGA / L-2-HGA (homozygot betroffen): Dieser Hund
trägt zwei Kopien
des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko an L-2-HGA zu
erkranken. Er wird die
Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben und sollte nur mit
einem L-2-HGA
mutationsfreien Hund verpaart werden.
L-2-HGA - Der DNA Test
Ein DNA Test ermöglicht den direkten Nachweis der verantwortlichen
Mutation. DieDNA-Analyse ist unabhängig vom Alter des Tieres möglich
und kann bereits beiWelpen durchgeführt werden. Es ist nicht nur eine
Unterscheidung von betroffenen undmutationsfreien Tieren möglich, mit
Hilfe des Gentests können auch klinischunauffällige Träger
identifiziert werden, was für die Zucht vongroßer Bedeutung ist.
Um eine maximale Testsicherheit zu bieten, erfolgt die Untersuchung
jeder Probe in zweivoneinander unabhängigen Testansätzen.
Weitere Auskünfte erhalten Sie gerne bei:
Frau Dr. Petra Kühnlein oder Frau Dr. Ines Langbein-Detsch
LABOKLIN GmbH und Co.KG
Steubenstraße 4
D-97688 Bad Kissingen
unter Tel. 0971 /72020 oder Fax: 0971 / 7202995



