Rassestandard Australian Shepherd
FCI - Standard Nr. 342 / 06. 06. 2007 / D AUSTRALISCHER SCHAEFERHUND (Australian Shepherd)
FCI - Standard Nr. 342 / 06. 06. 2007 / D
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Rassestandard Australian Shepherd
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Australian Shepherd
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(Australian Shepherd)
URSPRUNG : U.S.A.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL-
STANDARDES : 21.05.2007.
VERWENDUNG : Hüte- und Wachhund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 1 Hütehunde und
Treibhunde
(ausgenommen Schweizer
Sennenhunde)
Sektion 1 Schäferhunde
Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Obschon es
zahlreiche Theorien über den Ursprung des Australischen Schäferhundes
gibt, wissen wir heute, dass diese Rasse sich ausschließlich in den USA
entwickelt hat. Er hat den Namen Australischer Schäferhund erhalten,
weil angenommen wird, dass um 1800 baskische Schafhirten bei ihrer
Einwanderung von Australien nach Amerika diese Hunde mitbrachten.
Die Beliebtheit des Australischen Schäferhundes nahm nach dem
zweiten Weltkrieg parallel zur schnellen Entwicklung der
Western-Reiterei zu, welche durch Rodeos, Pferderennen, Kino- und
Televisionsberichte allgemein bekannt und volkstümlich wurde. Seine
vielfachen Begabungen und die Leichtigkeit, ihn auszubilden
machten ihn zu einem nützlichen Zubehör für Ranches und Farmen in
Amerika. Die Farmer in den USA sorgten für die Weiterentwicklung der
Rasse und die Erhaltung seiner vorteilbringenden Eigenschaften, seiner
scharfen Intelligenz, seines ausgesprochenen Herdentriebes sowie seines
attraktiven Erscheinungsbildes, welches schon ursprünglich die
Bewunderung aller auf sich gezogen hatte.
Obschon jeder einzelne Hund ein Unikum in Farbe und Zeichnung
darstellt, zeigen alle Australischen Schäferhunde eine unübertreffbare
Anhänglichkeit gegenüber ihrem Meister und seiner Familie. Seine
zahlreichen guten Eigenschaften haben seine stetige Beliebtheit
aufrechterhalten.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Der Australische
Schäferhund ist gut proportioniert, etwas länger als hoch und von
mittlerer Größe und Knochenstärke. Die Farben seines Haarkleides haben
eine große individuelle Variationsbreite. Er ist aufmerksam und
lebhaft, geschmeidig und beweglich, kräftig und gut bemuskelt, jedoch
ohne jede Schwere. Sein Haar ist mittellang und mäßig
grob. Er hat entweder eine kupierte oder eine natürliche
Stummelrute.
WICHTIGE MASSVERHÄLTNISSE : Die Länge des Rumpfes
(von der Brustbeinspitze zum Sitzbeinhöcker gemessen) ist etwas größer
als die Widerristhöhe. Der Australische Schäferhund ist somit etwas
länger als hoch.
Körperbau : Robust, Knochenstärke mäßig. Der Körperbau des
Rüden ist geschlechtstypisch kräftig, ohne jedoch derb zu wirken. Die
Hündin ist sehr weiblich in ihrem Aussehen, jedoch ohne jegliche
Schwäche in ihrem Knochenbau.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Der Australische
Schäferhund ist ein intelligenter Arbeitshund mit ausgesprochenem Hüte-
und Bewachungsinstinkt. Er ist ein pflichtgetreuer Gefährte und fähig,
mit Ausdauer den ganzen Tag zu arbeiten.
Er ist charakterlich ausgeglichen und gutmütig, selten
streitsüchtig. Beim ersten Kontakt mag er etwas reserviert sein.
Jede Spur von Scheue, Ängstlichkeit oder Aggressivität muss streng
bestraft werden.
KOPF : Mit sauberen Umrisslinien, kräftig und
trocken steht der Kopf in einem guten Größenverhältnis zum
Körper.
OBERKOPF :
Schädel : Das Schädeldach ist flach bis leicht gewölbt. Der
Hinterhauptstachel kann etwas sichtbar sein. Die Schädellänge
entspricht der Schädelbreite.
Stop : Der Stop ist mäßig ausgeprägt.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm : Bei Bluemerle und bei Hunden mit schwarzem
Haarkleid sind der Naschwamm und die Lippen schwarz pigmentiert, bei
Redmerle und Hunden mit rotem Haarkleid leberfarben (braun). Bei den
Merlehunden sind kleine rosarote Flecken zulässig. Diese sollten jedoch
bei Hunden, die älter als einjährig sind, nicht mehr als 25% der Fläche
des Nasenschwammes einnehmen; sonst ist es ein schwerer Fehler.
Fang : Er ist gleich lang oder etwas kürzer als der
Schädel. Von der Seite gesehen verlaufen die Begrenzungslinien von
Schädel und Fang parallel. Der Stop ist mäßig ausgebildet, aber
deutlich umrissen. Der Fang verjüngt sich nur wenig vom Ansatz bis zum
Nasenschwamm und ist am Ende abgerundet.
Kiefer / Zähne : Komplettes Scherengebiss mit kräftigen
weißen Zähnen; Zangengebiss wird toleriert.
Augen : Sie sind braun, blau, bernsteinfarben oder ihre
Farbe ist eine Kombination oder Variation dieser Farben, auch gefleckt
oder marmoriert. Mandelförmig, weder vorstehend noch eingesunken. Die
Bluemerle und die Hunde mit schwarzem Haarkleid weisen eine schwarze
Augenumrandung auf; die Redmerle und die Hunde mit rotem Haarkleid
zeigen eine leberfarbene (braune) Pigmentierung.
Ausdruck: Aufmerksam und intelligent, wachsam und lebhaft. Der
Blick ist durchdringend, aber freundlich.
Ohren : Dreieckig, von mäßiger Größe und Dicke, hoch am
Kopf angesetzt. Bei voller Aufmerksamkeit kippen die Ohren nach vorne
oder nach der Seite wie ein Rosenohr. Stehohren und Hängeohren sind
schwere Fehler.
HALS : Kräftig, von mäßiger Länge, Oberlinie leicht
gewölbt. Der Hals geht harmonisch in die Schulterpartie über.
KÖRPER :
Obere Profillinie : Der Rücken ist gerade und kräftig, fest
und verläuft horizontal von Widerrist bis zu den Hüften.
Kruppe : Mäßig abfallend.
Brust : Nicht breit, dafür aber tief : sie reicht an ihrem
tiefsten Punkt bis zur Höhe der Ellenbogen.
Rippen : Lang und gut gewölbt; der Brustkorb ist weder
tonnenförmig noch flach.
Untere Profillinie und Bauch : Mäßig aufgezogen.
RUTE : Gerade, naturbelassene Länge oder mit
natürlicher Stummelrute. Sofern kupiert (nur in den Ländern die kein
Rutenkupierverbot erlassen haben) oder mit natürlicher Stummelrute
nicht länger als 10 cm.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Schultern : Schulterblätter lang, flach und gut schräg
gelagert; Schulterblattkuppen am Widerrist ziemlich nahe
beieinanderliegend.
Oberarm : Sollte ungefähr gleich lang sein wie das
Schulterblatt; er steht ungefähr in einem rechten Winkel zum
Schulterblatt, mit geraden und senkrecht zu Boden stehenden
Vorderläufen.
Läufe : Gerade und kräftig, Knochen stark und eher von
ovalem als von rundem Querschnitt.
Vordermittelfuß : Von mittlerer Länge, sehr leicht schräg.
Afterkrallen können entfernt werden.
Vorderpfoten : Oval, kompakt, mit eng aneinanderliegenden,
gut gewölbten Zehen. Ballen dick und elastisch.
HINTERHAND : Die Breite der Hinterhand ist ungefähr gleich
wie die der Vorderhand auf Schulterhöhe. Die Winkelung des Beckens zum
Oberschenkel stimmt mit der Winkelung des Schulterblattes zum Oberarm
überein und entspricht ungefähr einem rechten Winkel.
Kniegelenk : Ausgeprägt.
Sprunggelenk : Mäßig gewinkelt.
Hintermittelfuss : Kurz, von hinten gesehen senkrecht und
parallel gestellt. Afterkrallen müssen entfernt sein.
Hinterpfoten : Oval, kompakt, mit eng aneinanderliegenden,
gut gewölbten Zehen. Ballen dick und elastisch.
GANGWERK : Die Gangart des australischen
Schäferhundes ist geschmeidig, leicht und frei. Er ist sehr behände mit
einem harmonischen, raumgreifenden Bewegungsablauf.
Vorder- und Hinterläufe bewegen sich gerade und parallel zur
mittleren Achse des Körpers. Bei zunehmender Geschwindigkeit nähern
sich Vorder- und Hinterpfoten der mittleren Schwerpunktslinie des
Körpers, während der Rücken fest und gerade bleibt. Der Australische
Schäferhund muss flink und fähig sein, augenblicklich einen
Richtungswechsel vorzunehmen oder ein andere Gangart
einzuschlagen.
HAARKLEID
HAAR : Von mittlerer Textur, gerade bis gewellt,
wetterbeständig und von mittlerer Länge. Die Dichte der Unterwolle
ändert den klimatischen Bedingungen entsprechend. Das Haar ist kurz und
glatt am Kopf, an den Ohren, an der Vorderseite der Vorderläufe und
unterhalb der Sprunggelenke. Die Hinterseiten der Vorderläufe und die
„Hosen“ sind mäßig befedert. Mähne und Halskrause sind mäßig
ausgebildet, bei den Rüden mehr als bei den Hündinnen. Ein atypisch
beschaffenes Haarkleid ist eine schwerer Fehler.
FARBE : Bluemerle, schwarz, Redmerle, Rot, alle mit oder
ohne weiße Abzeichen und / oder kupferfarbenen „Brand“ Abzeichen; keine
Farbe soll vor der anderen vorgezogen werden. Die Haarlinie des weißen
Kragens darf nicht weiter als bis zum Widerrist reichen. Weiß ist
zulässig am Hals ganzer oder unvollständiger Kragen), an der Brust, an
den Läufen, an der Unterseite des Fangs, Blesse am Kopf und weiße
Unterseite des Körpers, welche, von einer horizontalen Linie in
Ellenbogenhöhe an gemessen, sich bis zu einer Länge von 10 cm (4
inches) ausdehnen darf. Weiß am Kopf soll nicht vorherrschen, und die
Augen sollen vollständig von Farbe und Pigment umgeben sein. Es ist
charakteristisch, dass bluemerle Hunde mit zunehmendem Alter dunkler
werden.
GRÖSSE:
Widerristhöhe : Die bevorzugte Widerristhöhe ist 51-58 cm
(20-23 inches) für Rüden und 46-53 cm (18-21 inches) für Hündinnen. Bei
der Beurteilung der Größe ist die Qualität des Hundes wichtiger als
eine leichte Abweichung von der Idealgröße.
FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten
Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem
Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER :
·
Aggressiv oder ängstlich.
·
Vor- oder Rückbiss. Kontaktverlust durch kurze zentrale Schneidezähne
bei sonst korrektem Gebiss soll nicht als Vorbiss beurteilt werden;
durch Unfall abgebrochene oder fehlende Zähne dürfen nicht bestraft
werden.
·
Weisse Flecken am Körper, d.h. zwischen Widerrist und Rute und seitlich
zwischen Ellenbogen und Hinterseite der Hinterläufe; dies ist gültig
für alle Farben.
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder
Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal
entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack
befinden.
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