Rassestandard Pudel
FCI - Standard Nr. 172 / 14. 04. 1999 / D PUDEL (Caniche)
FCI - Standard Nr. 172 / 14. 04. 1999 / D PUDEL (Caniche)
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Rassestandard Pudel
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Pudel
FCI - Standard Nr. 172 / 14. 04. 1999 / D PUDEL (Caniche) FCI - Standard Nr. 172 / 14. 04. 1999 / D PUDEL (Caniche) URSPRUNG : Frankreich.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL-
STANDARDES : 12.12.1991.
VERWENDUNG : Gesellschaft- und Begleithund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 9 Gesellschafts- und
Begleithunde.
Sektion 2 Pudel.
Ohne Arbeitsprüfung.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Harmonisch, von
mittleren Proportionen, mit charakteristischem gelocktem oder
geschnürtem Haarkleid. Er erweckt den Eindruck eines intelligenten,
stets wachsamen, munteren, sowie harmonisch gebauten Hundes, der sehr
elegant und stolz ist.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Er zeichnet sich
durch seine Treue, Gelehrigkeit und Ausbildungsfähigkeit aus, was ihn
zum besonders angenehmen Gesellschafter macht.
KOPF : Vornehm, gradlinig, in Proportion zum Körper.
Seine Länge soll etwas mehr als zwei Fünftel der Widerristhöhe
ausmachen. Er darf weder schwer noch massiv wirken, aber auch nicht
übertrieben fein sein. Seine Form soll unter der Haut, die ihn bedeckt,
klar erkennbar sein.
OBERKOPF :
Schädel : Gut geformt. Seine Breite beträgt weniger als die
Hälfte der Kopflänge. (Die Seitenlinie bildet mit der Längsachse einen
Winkel von 16 bis 19°). Von oben betrachtet erscheint der Schädel in
der Längsachse oval, im Profil leicht konvex. Die Längsachsen sind
leicht auseinanderlaufend.
Augenbrauenbogen : Mässig betont, mit langem Haar
bedeckt.
Stirnfurche : Breit zwischen den Augen, zum stark
ausgeprägten Hinterhauptbein abnehmend. (Beim Zwergpudel darf das
Hinterhaupt- bein weniger betont ausgebildet sein).
Stop : Sehr gering ausgeprägt, wie bei Hunden von mittleren
Proportionen üblich.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm : Betont und gut entwickelt, im Profil
gesehen senkrecht, Nasenlöcher gut geöffnet. Bei schwarzen, weissen und
silbernen Hunden ist die Nase schwarz; bei den braunen ist sie braun;
bei den Apricot-Pudeln reicht die Farbspanne von dunkelbraun bis
schwarz, ohne dass diese letztere Farbe bevorzugt, jedoch akzeptiert
wird, um einem eventuellen Pigmentierungsmangel vorzubeugen.
Fang : Oberes Profil gradlinig, in der Länge ca. neun
Zehntel der Schädellänge entsprechend. Die beiden unteren Kieferknochen
verlaufen fast parallel. Der Fang erscheint kräftig und elegant, jedoch
nicht spitz. Das untere Profil wird durch die Kiefer, nicht durch den
Rand der Oberlippe bestimmt.
Lefzen : Schwach entwickelt, eher trocken, von mittlerer
Dicke. Die Oberlippe liegt auf der Unterlippe, ohne überzuhängen. Bei
den schwarzen, weissen und silbernen Pudeln sind die Lefzen schwarz.
Bei den braunen sind sie pigmentiert; bei den Apricot-Pudeln reicht die
Farbspanne von dunkelbraun bis schwarz, ohne dass letztere Farbe
bevorzugt wird, jedoch, um Pigmentierungsproblemen bei den
Apricot-Pudeln vorzubeugen, akzeptiert wird. Der Lefzenwinkel darf
nicht ausgeprägt sein.
Kiefer / Zähne : Normal schliessend, Zähne kräftig. Das
Fehlen eines Molaren 1 oder 2 (M1 oder M2) im Oberkiefer oder eines
Molaren 2 oder 3 (M2 oder M3) im Unterkiefer wird weder beim Richten
noch bei der Zuchtauswahl bestraft.
Backen : Nicht hervortretend, durch Knochen geformt. Die
Partie unterhalb der Augen ist gut gemeisselt und gering ausgefüllt.
Die Kaumuskeln sind wenig entwickelt, die Jochbeine treten nur sehr
gering hervor.
Augen : Feuriger Ausdruck. In Höhe des Stirnabsatzes,
leicht schräg eingesetzt. Mandelförmige Lidspalte. Bei den schwarzen,
weissen, silbernen und apricot Pudeln sollen die Augen schwarz oder
tief dunkel- braun sein. Braune Pudel dürfen dunkel bernsteinfarbene
Augen haben.
Ohren : Ziemlich lang und entlang den Wangen herabhängend.
Der Ansatz befindet sich in der Verlängerung einer Linie, die vom
Profil der Nasenkuppe ausgeht und unterhalb des äusseren Augenwinkels
verläuft. Flach, unterhalb des Ansatzes breiter, Spitzen abgerundet,
mit sehr langem, welligem Haar bedeckt. Pudel, deren Ohrleder nicht bis
zu den Lefzenwinkeln reichen, dürfen nicht mit der Note
« Vorzüglich » bewertet werden.
HALS : Fest, Nackenlinie leicht gebogen, von
mittlerer Länge, gut proportioniert; den Kopf hoch und stolz tragend.
Ohne Wammenbildung. Im Schnitt ist der Hals oval. Seine Länge soll
geringer als die des Kopfes sein.
KÖRPER : Der Körper des Pudels ist
wohlproportioniert; die Länge übertrifft in der Regel die
Widerristhöhe.
Widerrist : Mässig ausgeprägt.
Rücken : Kurz, von harmonischer Linienführung. Weder
Karpfen-noch Senkrücken. Widerrist und Kruppe sollen sich ungefähr auf
derselben Höhe befinden.
Lenden : Fest und muskulös.
Kruppe : Gerundet, jedoch nicht abfallend.
Vorbrust : Normal, entsprechend einem Pudel von mittleren
Proportionen. Die Spitze des Brustbeins soll leicht hervortreten und
ausreichend hoch liegen, um eine hohe, graziöse und vornehme Kopf-
haltung zu gewährleisten.
Brustkorb : Bis zu den Ellenbogen reichend. In der Breite
zwei Drittel der Tiefe entsprechend (gemessen von der Wirbelsäule bis
zum Brustbein). Der Brustumfang, hinter den Schultern gemessen, sollte
die Widerristhöhe um wenigstens 10 cm übertreffen.
Rippen : Ovales Rippenschiff. Im Bereich des Rückens
breit.
Untere Profillinie und Bauch : Aufgezogen, jedoch nicht
windhundartig wirkend.
RUTE : Ziemlich hoch, auf Höhe der Lendenpartie
angesetzt. Beim gelockten Pudel (Wollpudel) muss sie auf ein Drittel,
möglichst körpernah oder auf die Hälfte der natürlichen Länge gekürzt
sein. Eine lange, gut getragene Rute ist jedoch nicht als Fehler
anzusehen. Beim Schnüren- pudel kann die Rute in ihrer gesamten Länge
belassen werden. In der Bewegung wird die Rute schräg nach oben
gerichtet getragen.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND : Die Vorderläufe sind vollkommen gerade und
parallel gestellt. Elegant, gut bemuskelt, mit guten Knochen. Der
Abstand, gemessen vom Ellenbogenhöcker bis zum Boden, entspricht fünf
Neuntel der Widerristhöhe.
Schultern : Schräg liegend, gut bemuskelt; das
Schulterblatt soll mit dem Oberarm einen Winkel von 90° bis 110°
bilden.
Oberarm : Die Länge des Oberarms entspricht der des
Schulterblattes.
Vorderfubwurzelgelenk : In
Verlängerung des Unterarms.
Vordermittelfub : Kräftig, aber nicht
massiv, von der Seite gesehen fast gerade.
Vorderpfoten : Eher klein, fest geschlossen, ein kurzes
Oval bildend. Zehen gut gewölbt, sehnig, kompakt, durch Schwimmhäute
verbunden, senkrecht auf harten und dicken Ballen stehend. Die Krallen
sind bei den schwarzen und silbergrauen Pudeln schwarz, bei den braunen
sind sie schwarz oder braun. Bei den weissen Pudeln können die Krallen
hornfarben oder von unterschiedlicher Pigmentierung bis hin zum Schwarz
sein und müssen der allgemeinen Pigmentierung entsprechen. Weisse
Krallen sind ein Fehler ! Bei den Apricot-Pudeln sind die Krallen
braun, und zwar in allen Abstufungen vom Dunkelbraun bis hin zum
Schwarz, wobei letztere Farbe nicht zu bevorzugen, aber zu tolerieren
ist.
HINTERHAND : Von hinten betrachtet sollen die Läufe
parallel gestellt sein. Muskulatur gut entwickelt und deutlich in
Erscheinung tretend. Die Verbindung zum Sprunggelenk ist ziemlich
gewinkelt. Die verschiedenen Gelenkwinkel (Hüft-, Knie- und
Sprunggelenk) müssen so ausgeprägt sein, dass jegliche Steilheit
vermieden wird; diese hat manchmal eine unerwünschte, abfallende Kruppe
zur Folge.
Schenkel : Gut bemuskelt und kräftig.
Hintermittelfub und Fusswurzel :
Vertikal. Der Pudel muss ohne Afterkrallen geboren werden.
Hinterpfoten : Siehe Vorderpfoten.
GANGWERK : Der Pudel hat eine tänzelnde und
leichtfüssige Gangart. Er darf nie einen fliessenden oder gestreckten
Gang haben.
HAUT : Geschmeidig, ohne Schlaffheit, pigmentiert.
Bei schwarzen, braunen, silbergrauen und apricotfarbenen Pudel muss die
Pigmentierung der Farbe des Haarkleides entsprechen. Bei den weissen
Pudeln wird eine silbergraue Hautfarbe angestrebt, dies darf aber
keinen Einfluss auf die Farbe des Haarkleides haben. Bei manchen
weissen Pudeln weist die helleHaut Pigmentflecken auf; nicht nur an den
inneren Körperseiten (dies kommt häufig vor), sondern über den gesamten
Körper verteilt. Dies ist nicht als fehlerhaft anzusehen. Die generelle
Pigmentierung soll möglichst kräftig sein. Lider, Nasenschwamm, Lefzen,
Zahnfleisch, Gaumen, Schleimhäute, natürliche Öffnungen, Hodensack und
Ballen : bei schwarzen, weissen und grauen Rassevertretern muss die
Pigmentierung schwarz, bei braunen muss sie dunkelbraun sein. Bei
Apricot-Pudeln soll sie so regelmässig und dunkel wie nur möglich, in
allen Schattierungen von dunkelbraun bis schwarz sein. Letzteres wird
nicht bevorzugt, wird aber toleriert, um einem Pigmentverlust
vorzubeugen.
HAARKLEID
HAAR :
· Pudel
mit lockigem Haar (Wollpudel) : Üppig, von feiner, wolliger Textur,
gut gekräuselt, elastisch und dem Druck der Hand widerstehend. Die
Wolle soll sehr dicht, reichlich, von gleichmässiger Länge, ebenmässige
Locken bildend und üblicherweise gekämmt sein. Unerwünscht ist ein
Haar, das sich hart anfühlt oder rosshaarähnlich ist; es ist gegenüber
der vorschriftsmässigen Haarqualität zurück-zustufen.
·
Schnürenpudel : Reichliche Wolle von feiner Textur, wollig und
dicht, charakteristische Schnüre von gleicher Länge bildend, die
mindestens 20 cm lang sein sollen. Sie werden um so höher eingeschätzt,
je länger sie sind. Um einen unordentlichen Eindruck zu vermeiden, ist
es gestattet, die Kopfhaare oberhalb der Ohren mit einem Band
zusammenzuhalten und die Haare am Rumpf entlang des Rückens zu
scheiteln.
ANERKANNTE AUSSTELLUNGSSCHUREN :
Löwenschur : Der Pudel, gleichgültig ob mit gelocktem oder
geschnür-tem Haarkleid, wird an der Hinterhand bis zu den Rippen
geschoren. Ebenfalls geschoren werden : die Schnauze, ober- und
unterhalb der unteren Augenlider; die Wangen; die Vorder- und
Hinterläufe, bis auf Manschetten oder Ringe und beliebige Muster, die
auf dem Hinterteil bleiben können; die Rute, ausser einem runden oder
länglichen Pompon, der erhalten bleibt. Ein Schnurrbart ist für alle
Exemplare vorgeschrieben. Es ist erlaubt , an den
Vordergliedmassen ein Haarkleid, Hose genannt, zu belassen.
Moderne Schur : An den Hinter- und an den Vordergliedmassen
darf das Haarkleid belassen werden, wenn folgende Vorbedingungen
uneingeschränkt beachtet werden:
1. Es werden geschoren:
a) Der untere Teil der Vordergliedmassen, von den Krallen bis zur
Kralle am Carpalballen; der untere Teil der Hintergliedmassen bis zu
einer den Vordergliedmassen entsprechenden Höhe. Mit der Schermaschine
dürfen nur die Zehen geschoren werden.
b) Kopf und Rute gemäss den vorhergenannten Vorschriften.
In dieser Schur können ausnahmsweise zugelassen werden:
· Ein
kurzer Bart am Unterkiefer, der nicht stärker als 1 cm sein sollte;
seine untere Linie wird parallel zum Kiefer geschoren. Die Bartform,
« de bouc » (Ziegenbart) genannt, ist nicht erlaubt.
· Der
Pompon an der Rute kann weggelassen werden (dies verschlechtert aber
den Bewertungspunkt « Fellstruktur » ein wenig).
2. Gekürztes Haar : Auf dem Körper, um auf der Rückenpartie
eine mehr oder weniger lange Moirierung, von wenigstens 1 cm, zu
haben.
Die Länge wird um die Rippen herum und oben an den Gliedmassen
allmählich gesteigert.
3. Reguliertes Haarkleid :
a) Auf dem Kopf, auf dem eine Krone mit vernünftiger Höhe erhalten
bleibt, genau wie auf dem Hals bis zum Widerrist, sowie vorne ohne
Unterbrechung in einer leicht schrägen Linie vom oberen Teil der
Vorbrust bis zum geschorenen Teil der Pfote. Oben an den Ohren, bis
höchstens ein Drittel ihrer Länge, kann das Haarkleid mit der Schere
gekürzt werden, oder in Richtung des Fells geschoren werden. Der untere
Teil der Ohren wird mit Haar bedeckt belassen, dessen Länge sich nach
unten erhöht. Das Haarkleid endet in Fransen, die mit der Schere
angeglichen werden können.
b) Auf den Gliedmassen « Hose », die einen deutlich
erkennbaren Übergang zum geschorenen Teil der Pfoten bilden. Die Länge
der Haare erhöht sich allmählich nach oben, so dass sie (Haare
langgezogen) auf den Schultern und auf den Schenkeln ca. 4 bis 7 cm
lang sind. Die Länge des Haarkleides hängt von der Grösse des einzelnen
Exemplars ab; es soll nicht bauschig wirken. Die « Hose » der
Hinterläufe soll die typische Winkelung des Pudels unterstreichen. Jede
andere Schur, die diesen Vorgaben nicht entspricht, führt zur
Disqualifikation. Unabhängig davon, welche Schur angewendet wurde, darf
diese die Bewertung auf einer Ausstellung auf keinen Fall beeinflussen.
Alle vorgestellten Pudel, die in derselben Klasse starten, sollen
gemeinsam bewertet und beurteilt werden.
Englische Schur : Bei dieser Schur werden in Ergänzung zur
Löwenschur Motive, z.B. Ringe oder Manschetten an den Hinterläufen
modelliert oder auf dem Kopf ein Haarschopf belassen. Für diese Schur
sind weder der Schnurrbart noch der Haarschopf verbindlich
vorgeschrieben. Das Fehlen einer scharfen Abgrenzung am Haarkleid der
Hinterhand ist zulässig.
FARBE : Wollpudel (Pudel mit gelocktem Haar) und
Schnürenpudel :
Schwarz, Weiss, Braun, Silbergrau und Apricot.
·
Braun : Rein, ziemlich dunkel, von regelmässiger und warmer
Farbe. Farbliche Abstufungen dürfen weder ins Beige noch in hellere
Töne gehen.
Das Fell darf auch keinesfalls so
dunkelkastanienbraun sein, dass
es
schwarz wirkt, also weder « tête de nègre » noch
« aubergine ».
·
Silbergrau : Regelmässig. Farbliche Abstufungen dürfen weder ins
Schwarze noch ins Weisse schlagen.
·
Apricot : Regelmässig. Farbliche Abstufungen dürfen weder ins
Beige oder ins Cremefarbene, noch ins Rot oder Kastanienfarbene, auch
nicht ins Braun oder in Brauntöne gehen.
GRÖSSE :
Widerristhöhe :
·
Grosspudel : Über 45 bis 60 cm, mit einer Toleranz von 2 cm. Der
Grosspudel soll einen vergrösserten Kleinpudel darstellen und auch
dessen typische Merkmale aufweisen.
·
Kleinpudel : Über 35 bis 45 cm.
·
Zwergpudel : Über 28 bis 35 cm. Der Zwergpudel soll einen verkleinerten
Kleinpudel darstellen und nach Möglichkeit dieselben Proportionen,
unter Ausschluss jeglicher Verzwergungsmerkmale, aufweisen.
·
Toy-Pudel : Unter 28 cm. (Der erwünschte Idealtyp wäre 25 cm). Der Toy
stellt in seinem Gesamtbild das Aussehen eines Zwergpudels dar, und
gleiche Proportionen erfüllen alle Standardbedingungen. Alle Merkmale
einer Verzwergung sind ausgeschlossen, nur das Hinterhauptbein ist
weniger betont.
FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten
Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem
Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
·
Fehlender oder zu stark ausgeprägter Stop.
·
Nasenschwamm klein, ungenügend offen oder zu gross. Heller, gefleckter
oder fleischfarbener Nasenschwamm.
·
Nasenrücken zu schmal oder spitz; Ramsnase.
· Vorbiss
ist fehlerhaft und muss je nach Ausprägungsgrad bestraft werden.
Staupegebiss (infolge Krankheit gelb angelaufene Zähne) ist kein
Fehler, sofern die Zahnstellung korrekt ist. Unregelmässige
Zahnstellung, sowie fehlende Zähne sind ein Fehler, dessen Schwere im
Verhältnis zum Grad der Unregelmässigkeit steht. Sämtliche
Schneidezähne, Fangzähne, Prämolaren und die beiden Molaren 1 im
Unterkiefer müssen vorhanden sein. Ein fehlender PM1 (Prämolar 1) wird
nicht bestraft. Bei zwei fehlenden PM1 : Bewertung maximal
« vorzüglich »; bei drei fehlenden Prämolaren (3 PM1 oder 2
PM1 + ein PM2) : Bewertung maximal « sehr gut ». Das Fehlen
eines Molaren 1 oder 2 (M1 oder M2) im Oberkiefer oder eines Molaren 2
oder 3 (M2 oder M3) im Unterkiefer wird nicht bestraft.
· Augen zu
gross, zu klein, zu wenig dunkel oder rot schimmernd.
· Ohren zu
kurz, zu schmal oder zurückgelegt getragen.
·
Abfallende Kruppe.
· Über den
Rücken im Bogen getragene, zu dünne oder zu tief angesetzte Rute.
·
Hochläufigkeit.
·
Ungenügende Winkelung der Hinterhand.
·
Fliessende oder langgestreckte Gangart.
·
Ungenügende allgemeine Pigmentierung, Pigmentverlust der Lider
(Brillen).
·
Haarausfall um die Augen.
·
Spärliches oder weiches Haarkleid.
·
Unbestimmte oder unregelmässig über den Körper verteilte Farbe. Einige
weisse Haare auf der Brust sind zulässig.
· Hunden
mit Verzwergungsmerkmalen darf die Formwertnote
« Vorzüglich » nicht zuerkannt werden. Solche Merkmale sind :
Apfelkopf, nicht erkennbar ausgeprägtes Hinterhauptbein, übertriebener
Stop, Glotzaugen, spitzer, zu kurzer, aufgeworfener Fang. Verkürzter
Unterkiefer, fehlendes Kinn.
·
Bösartige, aggressive oder übertrieben nervös wirkende Exemplare.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER :
·
Mangelnder Ausdruck im Typus des Kopfes.
·
Rückbiss.
· Fehlen
eines Schneidezahns.
· Fehlen
der Rute.
·
Afterkrallen oder Spuren davon an den Hinterläufen.
· Pudel,
deren Haarkleid nicht einfarbig ist.
· Weisse
Abzeichen.
· Weisse
Haare an den Pfoten.
· Hunde
mit einer Grösse von mehr als 62 cm.
· Pudel,
die mit einer anderen als im Standard beschriebenen Schur vorgestellt
werden, können, solange sie so aussehen, an Ausstellungen oder
sonstigen offiziellen Veranstaltungen nicht um Bewertungen
konkurrieren, ohne jedoch deswegen von der Zucht ausgeschlossen zu
sein.
N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal
entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack
befinden.
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